SUBLILIUM SCHAFFER Verlag für Geschichte, Kunst & Buchkultur
SUBLILIUM SCHAFFERVerlag für Geschichte, Kunst & Buchkultur

Herzlich Willkommen!

 

Ich freue mich, Sie auf den Seiten von Sublilium Schaffer begrüßen zu dürfen. Sublilium ist ein junger Fachverlag,

der im Bereich kunst- und kulturhistorischer Themen publiziert.

 

Ganz bewusst arbeite ich mit dem Medium des gedruckten Buches für ein sinnvolles Buch- und Leseerlebnis in einer Qualität, wie ich sie selbst schätze: Und das ist das  Mindeste, was ich Ihnen bieten möchte.  

 

Es erwarten Sie nun Bücher zu interessanten Themen und es würde mich sehr freuen, wenn die eine oder andere Ausgabe den Weg in Ihre Bibliothek findet.

 

Mit herzlichen Grüßen 

Ihr Mag. Christopher Schaffer

 

Gerade in Druck

BIBLIOGRAFIE

 

Monika Lafer:

 

CAMILLO KURTZ

(1896–1973)

 

Ein Künstler der steirischen Moderne:

vielbegabt, wenig beachtet, weit gereist

 

19 x 27 cm, 136 Seiten mit

91 Farb- und 10 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Registerauszügen, Plänen und einer Illustration der Autorin.

 

Fester Einband mit Fadenheftung

 

Gebundener Ladenpreis: € 28,–

(zzgl. € 4,50 für Porto und Verpackung

 

 

Camillo Curtz war – im oststeirischen Gleisdorf zuhause – zeit seines Lebens der gegenständlichen Malerei und Zeichnung treu geblieben, hatte sich aber in seinen erhaltenen schriftlichen Aufzeichnungen sehr mit den philosophischen Zugängen und Diskursen zur Kunst auseinandergesetzt. Dass er als Künstler der Moderne bisher wenig beachtet wurde, weist deutlich auf die selbst im Rückblick polarisierte Sicht der Kunstbetrachtung hin, die sich fast ausschließlich für jene Formen der Moderne interessiert, die sich durchgesetzt haben.

 

Da die Rezeption eines Künstlers, wie Monika Lafer deutlich macht, stark von gesellschaftlichen Moden, Präsen-tationsmöglichkeiten und – vor allem – einer unvoreingenommenen Kunstvermittlung abhängt, ist es ihr besonders zu danken, dass sie mit ihrer Arbeit ein helles Schlaglicht auf eine Künstlerpersönlichkeit ihrer Gleisdorfer Heimat richtet und damit einen wertvollen Beitrag zu dieser Kunst- und Kulturvermittlung leistet.

(UD Dr. Hannes Galter Vorstandsvorsitzender des Bildungsnetzwerkes Steiermark)

SUBLILIUM AN DER UNIVERSITÄT GRAZ

Es ist etwas Einmaliges – wenn man als Verleger Studierenden das Verlagswesen nahebringen kann. Ich freue mich daher besonders, gemeinsam mit Verlagsautorin MMag. Dr. Dagmar Probst am Institut für Kunstgeschichte der Grazer Karl-Franzens-Universität im laufenden Semester die Lehrveranstaltung „Vom kunsthistorischen Objekt zur Publikation“ zu halten.

 

Was muss ich wissen, wenn ich meinen Text gemeinsam mit einem Verlag zu einem Buch werden lasse? Über viele Bereiche der Zusammenarbeit zwischen Autor und Verlag herrscht mehr Ahnung als fundiertes Wissen: Ein Verlagsgesetz wie in Deutschland gibt es in Österreich nicht. Wohl schließt ein seriöser Verleger einen schriftlichen Vertrag mit seinen Autoren. Aber welche Pflichten und Rechte haben Autoren mit einem Verlagsvertrag übernommen und bekommen? Auf welchen Gesetzen beruht der Vertrag? Hier setzen die Inhalte an, die ich den Studierenden vermitteln möchte. Ausgehend vom Urheberrecht über die Bedeutung des Verlagsvertrags bis hin zu Buchgestaltung, Lektorat und Bildrechten reicht das umfassende Spektrum der behandelten Themen. 

 

Wir beschränken uns nicht auf die theoretische Beschäftigung mit der Beziehung zwischen Autor und Verleger. Unter der Leitung von MMag. Dr. Dagmar Probst untersuchen die Studierenden die Arbeiten von Hans Brandstetter, der für die gesamte bildhauerische Ausstattung der Herz-Jesu-Kirche verantwortlich war. Die Ergebnisse werden in einer Publikation des Verlages nachzulesen sein.

 

Ich freue mich auf ein spannendes Semester und die Zusammenarbeit mit den jungen Kunsthistorikern.

NEU: DIE BÜCHERVITRINE  

Sie haben ein Buch im Verlagsprogramm gefunden, das Sie interessiert? In unserer Bücher-vitrine können Sie es gleich auf der Sublilium-Homepage bestellen. 

Druckfrisch eingetroffen:

 BIBLIOGRAFIE

 

Dagmar Probst, Friedrich Bouvier  (Hg.)

 

IN STEIN GEBAUTER GLAUBE

Fürstbischof Johannes Baptist Zwerger

(1824–1893)

und die Herz-Jesu-Kirche in Graz

 

14,8 x 21 cm, 160 Seiten mit

74 Farb-und 27 Schwarz-Weiß-Abbildungen;

Fester Einband mit Fadenheftung

 

Gebundener Ladenpreis: € 23,–

(zzgl. € 4,50 für Porto und Verpackung)

 

 

 

Mit dem Bau der Herz-Jesu-Kirche und deren Innenausstattung erreichte die sakrale Baukunst um die Wende zum 20. Jahrhundert in der Steiermark ihren Höhepunkt: Dem Bauherrn, Fürstbischof Johannes Baptist Zwerger (1824–1893), erwuchs »aus diesem Bau ein fortdauernder Ruhm« (Grazer Volksblatt,  7. Juni 1891).

2018, im Jahr des 125. Todestages von Fürstbischof Zwerger, konzipierten Studierende des Grazer Insti-tutes für Kunstgeschichte eine Ausstellung über den Initiator der Herz-Jesu-Kirche und ihre Bau-geschichte. Das Buch »In Stein gebauter Glaube« ist gleichsam der Katalog zu dieser Schau.

Das Buch zeigt neue Dokumente über die Herz-Jesu-Kirche und kunsthistorisch bisher nicht erforschte Kunstwerke, Pläne und Entwürfe. Am Beginn stehen Dr. Johannes Baptist Zwerger, seine ärmliche Herkunft und Bedeutung als Fürstbischof der Diözese Graz-Seckau. Als tiefer Verehrer des Herzens Jesu forcierte er, die Diözese dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariae zu weihen: Die Herz-Jesu-Verehrung erlebte in der Steiermark eine bedeutende Aufwertung und bald keimte der Gedanke, einen monumentalen Kirchenbau als geistiges Zentrum der Herz-Jesu-Verehrung zu errichten.

Zeitungsartikel und Dokumente belegen eine von den heftigen Diskussionen geprägte Planungs- und Bauphase.

Schließlich werden die an Bau und Ausstattung beteiligten Künstler vorgestellt: Sie repräsentieren die steirische Kunstlandschaft am Ende des 19. Jahrhunderts und sind mit ihren Arbeiten am Gesamt-kunstwerk Herz-Jesu-Kirche von großer Bedeutung für die Forschung zur Grazer Gründerzeit.

Das Buch liefert einen wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem monumentalen Kirchenbau.

NEU BEI SUBLILIUM: KORREKTORAT & LEKTORAT

Das Korrigieren und Lektorieren der Bücher, die bei Sublilium erscheinen, gehört zu unserem Arbeits-alltag: In letzter Zeit gibt es immer wieder Anfragen, ob wir uns auch mit Texten auseinandersetzen, die nicht als Verlagswerke publiziert werden: Also haben wir uns entschlossen, Korrektorat und Lektorat als separate Leistungen anzubieten. Klicken Sie einfach auf den Button, um zu erfahren, was wir für Sie tun können!

Rezension in "Carinthia 2018"

 

Elisabeth Brenner, Das romanische Rein. Kirche und Klausurkomplex des 12. Jahrhunderts im Kontext mittelalterlicher Zisterzienserarchitektur. Dissertation, Kumberg (Sublilium Schaffer. Verlag für historische Buchkultur) 2016, 228 Seiten, reich illustriert.

 

Das 1129 vom steirischen Markgrafen Leopold gegründete Zisterzienserkloster Rein bei Graz war das 38. Kloster des damals vor allem durch die Persönlichkeit Bernhards von Clairvaux (um 1090–1153) in einem ungeheuren Aufschwung befindlichen, streng zentralistisch organisierten Ordens und gehörte zur Filiationsreihe von Morimond. Es gilt heute weltweit als das älteste noch bestehende Zisterzienserkloster. Wiewohl die Reiner Klosterbauten seit dem 17. Jahrhundert schrittweise umgebaut wurden und vor allem die Stiftskirche zwischen 1738 bis 1747 völlig neu erstanden ist, hat man schon längere Zeit unter dem heutigen Erscheinungsbild mittelalterliche Baureste vermutet. Über die Stiftskirche gab es ob des Alters der Gründung immer wieder Spekulationen hinsichtlich einer „Gebetsscheune“, wie man die ersten Bauten hinsichtlich ihrer Einfachheit in der Forschung auch abwertend bezeichnete. Umfangreiche Renovierungsarbeiten im Stiftsbereich und ab 2010 auch in der Kirche, die von intensiven Bauforschungen begleitet

wurden, machten größere Bereiche älteren Mauerwerks sichtbar. Es ist das Verdienst von Elisabeth Brenner, für ihre Dissertation am Institut für Kunstgeschichte der Universität Graz weitgespannte Überlegungen angestellt und Forschungen durchgeführt zu haben, die unser Wissen um diese frühe Klostergründung der Steiermark und den Zisterzienserorden überhaupt wesentlich bereichert haben.

Im Zuge der Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Stiftskirche nicht, wie lange vermutet, bloß eine einfache Pfeilerbasilika in Rechteckform war, sondern eine querschifflose Ostlösung in Form eines wegen der größeren Breite des Mittelschiffes leicht gestaffelten Dreiapsidenchores besaß, der allerdings außen rechteckig ummauert wurde. Dieser sogenannte „bayrische Typ“ findet sich seit dem frühen 11. Jahrhundert im Ostalpenraum häufig, etwa in der näheren Umgebung in Ossiach oder Seckau. Die Kirche des Mutterklosters Ebrach in Franken besaß zwar ebenfalls einen gestaffelten Dreiapsidenchor, doch schloss dieser an ein Querhaus mit einem östlichen Apsidenpaar an, sodass die Gesamtanlage gegen Osten fünf Rundapsiden aufwies. Das wiederum von Rein aus 1132/36 besiedelte Kloster Sittich/Stična in Krain übernahm im Wesentlichen die Ebracher Lösung.

Offenbar hatte man in Rein um 1130 schon mit dem massiven Mauerbau der Kirche begonnen, als es in Burgund noch nicht den Normtyp gab, der von Clairvaux (Bau II) ausgehend weite Verbreitung fand, ja zum Normtyp der Zisterzienser im 12. Jahrhundert schlechthin wurde. Er ist vor allem in Fontenay zur Gänze und – für uns interessant – in Viktring bei Klagenfurt wenigstens zum Teil erhalten geblieben. In den späten dreißiger Jahren des 12. Jahrhunderts setzte sich dieser Typ endgültig durch und bewirkte etwa in der damals in Bau befindlichen Kirche von Morimond 1138/39 eine Planänderung, die wiederum auf Heiligenkreuz im Wienerwald Auswirkungen gehabt haben dürfte. In Rein war der Bau zu diesem Zeitpunkt offenbar schon so weit gediehen – die Weihe der Kirche erfolgte 1140! –, dass man sich mit der äußeren Ummantelung behalf, die Apsiden innen aber beließ.

Die Autorin beschäftigt sich eingangs intensiv mit den Zielsetzungen und Grundprinzipien des Zisterzienserordens wie etwa Regeltreue (puritas regulae), Einheitlichkeit (uniformitas), Einfachheit (simplicitas) sowie Authentizität der verwendeten Schriften. Man wollte sich auf das Notwendige (necessitas) beschränken und auf alles Überflüssige (superfluitas) verzichten; diese Grundsätze wurden in allen Bereichen des klösterlichen Lebens von den Messgesängen bis zur Kirchenausstattung zunächst streng eingehalten. Auch der in der Literatur im Laufe der vergangenen Jahrzehnte kontrovers beurteilten Frage, ob nun Ordensleute oder angestellte Handwerker die Planung der Kirchen und Klosterbauten durchführten, geht sie nach und tendiert zu Letzterem. Im Zuge ihrer Studien kann sie nachweisen, dass das in der Fachliteratur ständig aufgezeigte idealtypische Schema der Klosterräume um den Kreuzgang (Kapitelsaal, Auditorium, Skriptorium, Novizensaal im Osttrakt, Dormitorium, Refektorium und Küche im Süden sowie Cellarium und der Konversentrakt im Westen) in Rein nicht nur in der Abfolge der Räume, sondern auch in den Proportionen streng eingehalten wurde. Ähnliches ist wohl auch in Viktring zu vermuten. Dass die Zisterzienser die anfängliche Strenge seit dem Spätmittelalter nicht mehr durchhielten und im Barock vor allem in Bayern, Schwaben und Österreich ihre Bauten besonders üppig ausstatten ließen, dafür ist Rein selbst übrigens ein gutes Beispiel. Die Arbeit von Brenner ist nicht nur streng methodisch aufgebaut und gründlich recherchiert, sondern der vorliegende Band ist auch überaus reich mit Bildern, vor allem aber Planzeichnungen ausgestattet, die die Vorstellung der doch großteils heute nur mehr virtuell rekonstruierten Räumlichkeiten wesentlich erleichtern. So ist die vorliegende Arbeit ein wesentlicher Baustein zum Verständnis der Bautätigkeit der frühen Zisterzienser wie auch des Klosterbaues im Ostalpenraum am Beginn der Hochromanik.

 

Klagenfurt am Wörthersee             Wilhelm Deuer

 

 

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